Eine funktionierende To-Do Liste für alle, ausgenommen Superman

Viele To-Do Listen sind nach dem Prinzip aufgebaut: Kurzes sofort, Wichtiges zuerst.
Auf den ersten Blick macht das Sinn. Denn das Wichtige ist das Wichtige und Kurzes sofort zu erledigen verringert Aufschieberitis (Prokrastination).
Diese Strategie ist auch insoweit richtig, dass sehr dringende Dinge schnellstmöglich erledigt werden, bevor die Katastrophe hereinbricht oder sonstwas irgendwem auf dem Kopf fällt. Die kurzen Dinge erledigt zu haben, motiviert vielleicht.

Trotzdem berichten mir viele Klienten, dass für sie To-do-Listen nicht funktionieren. Warum also nicht?

Ich glaube, dass bei der herkömmlichen To-Do-Liste der Faktor Mensch vernachlässigt wird. Und zwar im Bereich Biorhythmus.

Meine To-Do-Liste sieht zur Zeit so aus:

Alternative To-do List

  1. Sie hat eine übersichtliche Anzahl an Aufgaben
  2. Sie hat zwei Bereiche: To-Do und keine Lust
  3. Sie ist gut lesbar (zumindest für mich 🙂

Wie wird sie benutzt?

Ich suche mir für die ersten 5 Minuten meines Arbeitstages eine kleine leichte Aufgabe zum Warmwerden raus (Mail an Malou). Wenn man erstmal dabei ist, macht man meist auch weiter oder: wer einen großen Pudding essen muss, sollte mit einem kleinen Löffel das ganze Stück für Stück verputzen.
Danach folgt “Lesen: Why!” Nach einer Weile schweife ich ab und merke, ich brauche eine erste Abwechslung. Diesen Impuls nehme ich ernst! Er ist berechtigt: Der Körper möchte seine Überwindungskraft nicht auf einmal verpulvern. Also mache ich etwas, was das Gegenteil vom vorherigen ist. In diesem Fall körperliche Arbeit: “Wäsche waschen”. Danach geht es weiter mit geistiger Arbeit “Lesen: Why!”.

Nach einer Weile dann unterbricht mich die Waschmaschine. Gut! Also, Wäsche aufhängen. Dann weiter “Lesen: Why!”. Ich werde des Lesens müde. Also beginne ich mit dem Blogtext. Aber nach ca. 5 Minuten merkte ich, wie abermals die Gedanken nicht fokussiert sind. Also: ran an den Abwasch. Der Abwasch war groß, also habe ich einfach in der Mitte aufgehört und mich wieder an die Konzeption des Blogartikels gesetzt.

Bei mir und vielen Klienten funktioniert diese Art der To-Do-Liste hervorragend! Denn neben der Abwechslung der Tätigkeiten motiviert es auch, wirklich voranzukommen.

Nun habe ich heute das Glück gehabt, von zu Hause aus zu arbeiten. Das ist nicht jeden Tag der Fall. Wie könnte man also im Büro die To-Dos abwechseln? Überlegen Sie mal selber, inwieweit sich ihre Arbeitstätigkeiten unterscheiden und ob Sie diese Unterschiedlichkeit ausnutzen können!

Mein Punkt “Txt:Blog” ist fürs erste beendet. Auf zum Abwasch, 2. Teil.

By | 2016-08-11T21:51:45+00:00 Juni 27th, 2016|Uncategorized|0 Comments

About the Author: